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Informationen zum Abbrennen von Osterfeuern

Osterfeuer sind der Abteilung Bauverwaltung und Öffentliche Ordnung bis Montag, 03.04.2017, schriftlich anzuzeigen. Sie sind somit anzeigepflichtig. Der entsprechende Vordruck ist hier zu finden.

Merkblatt „Brauchtumsfeuer in Rees“

Das Brauchtumsfeuer ist nur erlaubt, soweit hierdurch die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit nicht gefährdet oder erheblich belästigt werden kann (§ 7 LImschG NRW). Im Zusammenhang mit dem Brauchtumsfeuer muss folgendes beachtet werden:

• Das Feuer muss von einer in der Ortsgemeinschaft verankerten gewachsenen Nachbargemeinschaft, Glaubensgemeinschaft, Organisation oder eines entsprechenden Vereines unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausgerichtet werden. Hierzu gehören u. a. das Osterfeuer am Karsamstag, Ostersonntag oder Ostermontag, das Martinsfeuer sowie das Johannisfeuer.

• Feuer, deren Zweck darauf gerichtet ist, pflanzliche Abfälle durch schlichtes Verbrennen zu beseitigen, gelten
 (selbst wenn sie z.B. an Ostern entzündet werden) nicht als Brauchtumsfeuer und sind ohne Einzelgenehmigung nicht erlaubt.  Über nähere Einzelheiten hierzu informiert Ihre Stadtverwaltung.

• Brauchtumsfeuer sind bis spätestens 10 Tage vor ihrer Durchführung bei der örtlichen Ordnungsbehörde schriftlich
 mit dem dort erhältlichen Vordruck anzuzeigen.

• Es dürfen nur pflanzliche Grünabfälle  verbrannt werden.

• Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden.

• Das Brennmaterial darf erst unmittelbar vor dem Anzünden an der Feuerstelle aufgeschichtet werden, damit Tiere hierin keinen Unterschlupf suchen können und dadurch vor dem Verbrennen geschützt werden. Bei Bedarf ist das Brandgut vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, um Fremdstoffe auszusortieren.

• Das Feuer muss innerhalb weniger Stunden (in der Regel von Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht) vollständig abgebrannt sein. Ein mehrere Tage schwelendes Feuer ist mit dem Brauchtum nicht vereinbar.

• Das Brauchtumsfeuer muss ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt beaufsichtigt werden. Diese Personen dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind.

• Das Feuer darf bei starkem Wind nicht angezündet werden und ist bei einem aufkommenden starken Wind unverzüglich zu löschen.

• Die Aufsichtspersonen sind dafür verantwortlich, dass die Regelungen der ordnungsbehördlichen Verordnung
 (d.h. dieses Merkblattes) für das jeweilige Brauchtumsfeuer eingehalten werden und haften für alle privat- und öffentlichrechtlichen Ansprüche, die auf dem Verbrennungsvorgang begründet sind, neben dem Veranstalter gesamtschuldnerisch.

• Verbrennungsrückstände und aussortierte Abfälle sind innerhalb einer Woche ordnungsgemäß zu entsorgen. Ansonsten ist von einer unerlaubten Abfalllagerung auszugehen.

• Wird das Brauchtumsfeuer in einem Umkreis von einem 4 km Radius um einen Flughafenbezugspunkt sowie innerhalb eines Abstandes von 1,5 km von Landeplätzen und Segelfluggeländen verbrannt, so ist zu beachten, dass das Feuer nur mit Einwilligung der Luftaufsicht oder Flugleitung verbrannt werden darf. Veranstalter müssen diese Einwilligung rechtzeitig vorher einholen. Liegt sie nicht vor,  darf das Brauchtumsfeuer nicht entzündet werden. Bei einem Verbrennungsort in unmittelbarer Nähe zum Rhein ist das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt bzw. die zuständige Dienststelle der Wasserschutzpolizei zu informieren.

In Abhängigkeit von der Größe des Brauchtumsfeuers müssen folgende Mindestabstände eingehalten werden:


• für Feuerstellen bis zu einem Volumen von 1 m³ mindestens 25 m von Gebäuden, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sind
• für alle übrigen Feuerstellen bis zu einer Höhe von 3,50 m
• mindestens 100 m von Gebäuden, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sind,
•     25 m von sonstigen baulichen Anlagen
•     50 m von öffentlichen Verkehrsflächen und
•     10 m von befestigten Wirtschaftswegen. Das Feuer darf in Naturschutzgebieten, im Bereich von Naturdenkmälern und geschützter Landschaften und auf Flächen besonders geschützter Biotope nicht entzündet werden.

Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden.